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Pastor Rosales Fajardo gehΓΆrte zu den Demonstranten im Sommer. Er muss nun mit sieben Jahren GefΓ€ngnis rechnen. Eine Verurteilung, die ungerecht und unverhΓ€ltnismΓ€ssig ist.
Der Pastor der Kirche Monte de Sion in Palma Soriano war am 11. Juli 2021 wΓ€hrend einer friedlichen Demonstration festgenommen worden. Er wurde in Untersuchungshaft genommen und im Oktober in das HochsicherheitsgefΓ€ngnis Bonatio in Santiago de Cuba verlegt. Im Dezember 2021 hatten fΓΌnf UN-Berichterstatter in einer gemeinsamen Mitteilung die Alarmglocke gelΓ€utet. In ihrer Antwort, die von der stΓ€ndigen Vertretung Kubas in Genf bei den Vereinten Nationen verschickt wurde, gab die Regierung bekannt, dass der Pastor im Dezember vor Gericht gestellt und zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. Dies wegen Β«Respektlosigkeit, Aggression, Anstiftung zu Straftaten und StΓΆrung der ΓΆffentlichen OrdnungΒ». VΓΆllig unwahre Anklagen.
In ihrem Feldzug gegen die Christen setzt die Regierung auch auf EinschΓΌchterung. Am 27. April berichtete die NGO Christian Solidarity Worldwide (CSW), dass ein grosses Gebetstreffen auf Druck der Regierung abgesagt worden war. Das Treffen mit dem Titel Β«Breaking the chainsΒ» (Die Ketten sprengen) sollte die MΓΌtter und Frauen politischer Gefangener im Gebet unterstΓΌtzen. Es wurde abgesagt, als einer der Organisatoren, Pastor Travieso, und seine Frau willkΓΌrlich festgenommen wurden. Nach einem VerhΓΆr wurde ihnen mit GefΓ€ngnis gedroht, falls sie das Treffen fortsetzen wΓΌrden.
Nach zehn Jahren Abwesenheit kehrte Kuba auf den Weltverfolgungsindex zurΓΌck und belegte Platz 37 der Rangliste. Diese RΓΌckkehr entspricht einer deutlichen VerschΓ€rfung der Politik des Regimes gegenΓΌber Christen.