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Kuba: Die Repression verhΓ€rtet sich

Der PrΓ€sident der Reformierten Kirche Kubas wurde unter Hausarrest gestellt, wΓ€hrend Pastor Fajardo immer noch im GefΓ€ngnis sitzt.

Nach den Juli-Demonstrationen verstΓ€rkte das Regime sein Vorgehen gegen alle christlichen FΓΌhrer und Aktivisten, die sich den kommunistischen Prinzipien widersetzen. Daher die RΓΌckkehr Kubas auf den Weltverfolgungsindex nach zehn Jahren Abwesenheit. Zwei kirchliche Leiter sind kΓΌrzlich Opfer dieser erneuten Verfolgung geworden.

Kirchenleiter im Fadenkreuz

Am Abend des 1. Februar wurde der PrΓ€sident der christlich-reformierten Kirche Kubas von zwei Agenten der SicherheitskrΓ€fte aus seiner Wohnung geholt. Nach der Befragung wurde Reverend Yordanys Diaz Arteaga unter Hausarrest gestellt. Ihm wird vorgeworfen, Β«illegale Waren erhaltenΒ» zu haben.

Laut unseren lokalen Quellen ist der wahre Grund fΓΌr seine Verhaftung ein ganz anderer. Die christlich-reformierte Kirche Kubas ist kΓΌrzlich aus dem Kubanischen Kirchenrat, einer staatlich anerkannten ΓΆkumenischen Organisation, ausgetreten. Vor seiner Festnahme hatte der Pastor mehrere Drohungen von einem Mitglied der Kommunistischen Partei sowie mehrere anonyme Anrufe erhalten.

UN wird bei Kuba vorstellig

Pastor Yordanys Diaz Arteaga ist nicht der einzige, der Repressalien ausgesetzt ist. FΓΌnf UN-Berichterstatter sind besorgt ΓΌber die Situation von Pastor Fajardo. In einem Schreiben vom 16. Dezember werden die Vereinten Nationen bei der kubanischen Regierung vorstellig, wegen des Verschwindens und der Inhaftierung des Pastors, der erlittenen Misshandlungen und der gegen ihn eingeleiteten Gerichtsverfahren.

Tausende hatten protestiert

Nach seiner Teilnahme an den Juli-Protesten wurde Pastor Fajardo in einem GefΓ€ngnis in Santiago de Cuba eingesperrt. Seine Familie hatte wochenlang nichts von ihm gehΓΆrt. Ihm wurde kurz vor Weihnachten der Prozess gemacht: Ihm drohen zehn Jahre Haft wegen Β«RespektlosigkeitΒ», Β«AggressionΒ», Β«Anstiftung zur KriminalitΓ€tΒ» und Β«StΓΆrung der ΓΆffentlichen OrdnungΒ».

Am 11. Juli demonstrierten hatten Tausende Kubaner, darunter auch kirchliche Leiter, um mehr Demokratie und Wirtschaftsreformen zu fordern. Diese Demonstrationen wurden brutal unterdrΓΌckt. Seitdem hat sich die Verfolgung stetig verschΓ€rft.