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Der gewalttΓ€tige Konflikt zwischen den Rebellengruppen in der Zentralafrikanischen Republik zeigt keine Anzeichen fΓΌr ein Ende. Christliche Gemeinschaften geraten dabei oft zwischen die Fronten. Wangue* und ihre Familie wurden im Jahr 2022 mit dieser RealitΓ€t konfrontiert, aber Gott nutzte ihr Leiden, um sie daran zu erinnern, dass sie Teil einer viel grΓΆsseren Familie ist.
Wangue* (34) ist eine Christin aus dem Nordwesten der ZAR. Am 13. Dezember 2022 klopften Rebellen der Coalition Patriotique pour le Changement (Patriotische Koalition fΓΌr den Wandel, CPC) an ihre TΓΌr.
Β«Es war frΓΌh am Morgen, und es war noch dunkel, als die Rebellen an die TΓΌr klopften. Als wir nicht sofort ΓΆffneten, stΓΌrmten sie herein und bedrohten uns mit ihren Gewehren. Sie sagten, dass mein Mann Pastor der Apostolischen Kirche sei, und verlangten die Spenden der Kirche. Sie bestanden darauf, dass er der Pastor sei, weil wir in der NΓ€he der Kirche wohnen. Mein Mann entgegnete, er sei nur ein Mitglied und nicht der Pastor.Β»
Wangue, die im neunten Monat schwanger war mit ihrem dritten Kind, hatte grosse Angst.
Ich betete in meinem Herzen und flehte Gott an, dass sie weggehen wΓΌrden, ohne uns etwas anzutun. Sie wollten Geld und alle anderen wertvollen Dinge, die wir hatten.
β Wangue*
Gott erhΓΆrte Wangues Gebete und die Rebellen liessen sie unversehrt. Die von ihnen geplΓΌnderten Waren und das Geld zwangen die Familie jedoch wirtschaftlich in die Knie.
Β«Ich bin froh, dass Gott unser Leben gerettet hat, aber ich habe ihn gefragt: βΉWas machen wir jetzt?βΊ Unsere Einkommensquelle war weg und sie hatten alles Geld mitgenommen, das mein Mann hatte.Β»
Β«Das Leben wurde sehr schwierig fΓΌr uns. Wir schafften es gerade so, ΓΌber die Runden zu kommenΒ», erinnert sich Wangue.
Am 22. August 2023 erhielt Wangue ΓΌber lokale Partner etwas Geld von Open Doors, um ihre Arbeit wieder aufzunehmen und ein Einkommen zu erzielen. Ihre Hoffnung wurde wiederbelebt.
Β«Meine Familie in Christus hΓΆrte von meinem Leiden und kam, um mir zu helfen. Sie gaben mir einen Geldbetrag, mit dem ich meine ErwerbstΓ€tigkeit wieder aufnehmen konnte. Ich habe Produkte wie Mais, Soda und PalmΓΆl fΓΌr die Herstellung traditioneller Seife gekauft. Dank dieses Geldes kann ich fΓΌr meine Familie sorgen und auch die Kirche unterstΓΌtzenΒ», erzΓ€hlt Wangue.
Wangue und ihre Familie leben trotz der unsicheren Lage weiterhin im selben Haus. Sie verkauft ihre Seife auf dem Markt der Stadt und ist wieder in der Lage, ihren Lebensunterhalt fΓΌr ihre Familie zu sichern.