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Straßenansicht der Yeni-Cami-Moschee in Istanbul, Türkei.

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NachrichtenTΓΌrkei

TΓΌrkei: Die EuropΓ€ische Union befasst sich mit der Ausweisung christlicher AmtstrΓ€ger

Seit 2019 wurden fast 200 auslΓ€ndische christliche AmtstrΓ€ger unter Berufung auf die Β«nationale SicherheitΒ» aus der TΓΌrkei ausgewiesen oder daran gehindert, dorthin zurΓΌckzukehren.

Seit 2019 wurden etwa 200 auslΓ€ndische christliche AmtstrΓ€ger an der Grenze zurΓΌckgewiesen oder nach einem Auslandsaufenthalt an der Wiedereinreise in die TΓΌrkei gehindert. Sie wurden durch die BehΓΆrden mit einem Vermerk versehen, welcher sie als Β«Bedrohung fΓΌr die nationale SicherheitΒ» ausweist.

Vor kurzem hat der EuropΓ€ische Gerichtshof fΓΌr Menschenrechte beschlossen, ΓΌber den Fall von zwanzig dieser Christen zu entscheiden.

Abschiebungen und Einreiseverbote

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation ADF International betreuten diese auslΓ€ndischen AmtstrΓ€ger mehrere hundert Christen im Land.

Zwar werden die meisten Kirchen von tΓΌrkischen Christen selbst geleitet, jedoch sind sie auf die UnterstΓΌtzung auslΓ€ndischer Pastoren angewiesen, da ein tΓΌrkischer StaatsbΓΌrger nach geltendem Recht kein Theologiestudium absolvieren darf, um Kirchenleiter zu werden.

Diese 200 Ausweisungen oder Einreiseverbote seit 2019 haben die lokalen christlichen Gemeinschaften erheblich destabilisiert. Einige haben nun Angst, sich zum Gottesdienst zu versammeln.

Der Vorwand der Β«nationalen SicherheitΒ»

Mittlerweile hat das EuropΓ€ische Parlament eine Resolution verabschiedet, in der die TΓΌrkei aufgefordert wird, die Ausweisung auslΓ€ndischer StaatsangehΓΆriger aufgrund ihrer Religion einzustellen.

Diese Resolution fordert, dass die Türkei «die Anwendung von Verwaltungssicherheitscodes unverzüglich einstellt» und «den Betroffenen begründete Entscheidungen vorlegt, die einer unabhÀngigen gerichtlichen Überprüfung unterliegen, damit diejenigen, die willkürlich ausgewiesen wurden, zurückkehren kânnen». Die Christen vor Ort sind ermutigt.

Β«Es ist sehr erfreulich, dass das EuropΓ€ische Parlament diese Resolution mit einer so grossen Mehrheit angenommen hat.Β»

Leider antwortete die türkische Regierung, dass « keine auslÀndische Institution, einschliesslich des EuropÀischen Parlaments, in laufende Gerichtsverfahren in unserem Land eingreifen darf».

Ein erster Schritt

Dennoch begrΓΌsst die europΓ€ische Advocacy-Abteilung von Open Doors International das Eingreifen Europas und wΓΌnscht sich, dass die EU noch weiter geht: Β«Die EuropΓ€ische Union sollte die tΓΌrkische Regierung dazu auffordern, Massnahmen zu ergreifen: Den Missbrauch von Einwanderungsgesetzen zur EinschrΓ€nkung der Bewegungsfreiheit auslΓ€ndischer Religionsvertreter im Land zu beenden, die nationale Sicherheit nicht lΓ€nger als Vorwand fΓΌr die EinschrΓ€nkung der Religions- und Glaubensfreiheit zu nutzen und die Einreiseverbote fΓΌr auslΓ€ndische ReligionsfΓΌhrer und ihre FamilienangehΓΆrigen unverzΓΌglich aufzuheben.Β»

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