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Falsche Anschuldigungen bewegen Sazida und ihre Familie zur Flucht.
(Open Doors, Kelkheim) β Es begann als Anschuldigung in den sozialen Medien und endete damit, dass Sazida (39) zusammen mit ihrer Familie aus ihrem Zuhause fliehen musste. Der Vorwurf lautete, sie habe Muslimas βzum Christentum bekehrtβ. Immer wieder kommt es in Bangladesch zu Drohungen oder sogar Γbergriffen gegen Christen aufgrund falscher Anschuldigungen im Internet. Sazida und ihre Familie brauchen unser Gebet.

Sazida setzt sich als ehrenamtliche Mitarbeiterin ihrer Gemeinde besonders fΓΌr Frauen ein, die als ehemalige Muslimas zum christlichen Glauben gefunden haben. Sie ermutigt diese neuen GlΓ€ubigen und unterstΓΌtzt sie dabei, in ihr neues Leben als Nachfolgerinnen Jesu hineinzuwachsen. Sazidas besonderes Engagement ist in ihrem mehrheitlich muslimischen Umfeld bekannt.
Vor kurzem kursierte in den sozialen Medien ein Beitrag, in dem Sazida und ihrer Familie vorgeworfen wurde, Muslime zum christlichen Glauben zu bekehren. Ein solcher Vorwurf geht in der Regel mit der Vorstellung einher, dass Muslime unter Druck gesetzt oder anhand falscher Versprechungen verfΓΌhrt werden. Daraufhin suchte ein lokaler religiΓΆser FΓΌhrer aufgrund des Beitrags das Haus der Familie auf und wollte Sazida zur Rede stellen.
Mit Blick auf ihren Einsatz fΓΌr ehemalige Muslimas fΓΌrchtete ihre Familie, dass die Situation in Gewalt eskalieren kΓΆnnte. Aus Angst davor verlieΓen Sazidas Mann mit Frau und Kindern vorΓΌbergehend ihr Zuhause und zogen an einen anderen Ort, um abzuwarten, bis sich die Lage beruhigt hat.
Der Vorfall ist der jΓΌngste in einer ganzen Reihe Γ€hnlicher Situationen, bei denen Christen aufgrund falscher Anklagen in den sozialen Medien in Gefahr geraten sind oder sogar angegriffen werden. Die sozialen Medien spielen dabei eine groΓe Rolle. Eine leitende Mitarbeiterin aus Sazidas Gemeinde sagte im GesprΓ€ch mit unseren lokalen Partnern: βWas uns Sorgen bereitet, ist, wie schnell etwas, das in den sozialen Medien gepostet wird, zu einer echten Bedrohung im Alltag eines GlΓ€ubigen werden kann. Eine Anschuldigung kann sich verbreiten, bevor ΓΌberhaupt jemand ΓΌberprΓΌft, ob sie wahr ist, und plΓΆtzlich beginnen die Menschen vor Ort, die Familie zu befragen oder zu ihrem Haus zu kommen. Sazida arbeitet unter ehemaligen Muslimas, daher sind wir umso besorgter um ihre Sicherheit und ihren Dienst. Bitte betet dafΓΌr, dass Gott sie und ihre Familie beschΓΌtzt und dass sich die Lage bald wieder beruhigt.β
βEine Anschuldigung kann sich verbreiten, bevor ΓΌberhaupt jemand ΓΌberprΓΌft, ob sie wahr ist, und plΓΆtzlich beginnen die Menschen vor Ort, die Familie zu befragen oder zu ihrem Haus zu kommen."
Die Situation hat auch bei anderen christlichen Familien in der Gegend Besorgnis ausgelΓΆst. Manche werden nun mΓΆglicherweise vorsichtiger sein, sich offen als Christen zu bekennen, an Gottesdiensten oder anderen christlichen AktivitΓ€ten teilzunehmen, weil sie befΓΌrchten, dass Γ€hnliche Anschuldigungen gegen sie in Umlauf gebracht werden kΓΆnnten.
Durch unsere lokalen Partner stehen wir Sazida und ihrer Familie zur Seite. Dazu gehΓΆrt neben Ermutigung und Gebet auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln und anderen tΓ€glichen BedarfsgΓΌtern, solange sie sich von ihrem Zuhause fernhalten.