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Seit Jahresbeginn haben islamistische Extremisten der Alliierten Demokratischen KrΓ€fte (ADF) im Osten der Demokratischen Republik Kongo ununterbrochen VerwΓΌstungen angerichtet. Beim jΓΌngsten Angriff im MΓ€rz wurden 50 Menschen getΓΆtet, und mehr als 31β600 Menschen wurden durch die anhaltende Gewalt vertrieben.
Angegriffen wurden die DΓΆrfer Muchacha und Babesua im Gebiet Mambasa (Provinz Ituri) im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK).
In Muchacha waren die Kirchen nach dem Angriff leer, und in Babesua haben die KΓ€mpfer Kirchen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen geschlossen. Die DΓΆrfer liegen innerhalb des von der UNESCO geschΓΌtzten Okapi-Naturreservats. Diese Region ist international fΓΌr ihre Goldminen bekannt und liegt in der NΓ€he der ugandischen Grenze.
Bei dem Angriff auf Muchacha wurden zwei Mitglieder mindestens einer Baptistenkirche aus der Region getΓΆtet. Der Pastor der Kirche, Reverend Kitika, berichtet, dass die Angreifer zudem HΓ€user, Lastwagen, Traktoren und Lager auf einem BergbaugelΓ€nde in Brand gesteckt und mehrere Geiseln genommen hΓ€tten, darunter seinen 17-jΓ€hrigen Sohn.
Β«Mein Sohn arbeitete in der Goldmine. Als die KΓ€mpfer der ADF auftauchten, wurde er zusammen mit den anderen als Geisel genommen. [β¦] Gott ist wunderbar: Die loyalen StreitkrΓ€fte griffen die EntfΓΌhrer an. Als alle flohen, gelang es meinem Sohn, zu entkommen. Wir danken Gott fΓΌr dieses WunderΒ», erklΓ€rte er.
Diese jΓΌngsten Angriffe haben zur Vertreibung von mehr als 30'000 Menschen gefΓΌhrt und stellen die Kirche, aber auch die aufnehmenden Gemeinden vor grosse Herausforderungen. Die Kirche von Pfarrer Kitika hat einige der vertriebenen Kinder aufgenommen.
«Sie sind aus Mangurejipa in Nord-Kivu gekommen, nachdem Islamisten ihr Dorf angegriffen hatten; und doch sind sie nun wieder bei uns. Diese Kinder sind zu Fuss aus Bandengaido geflohen⦠unterwegs fanden sie ein Fahrzeug, das sie hierherbrachte, wo die Kirche ihnen Unterkunft gewÀhrt. Ihre Eltern sind noch unterwegs. Beten wir dafür, dass sie wohlbehalten ankommen», fügte der Reverend hinzu.
Β«Als Leib Christi bitten wir unsere BrΓΌder und Schwestern auf der ganzen Welt um ihre Gebete, damit die Kirche gestΓ€rkt wird und der Frieden wiederkehrt, damit wir weiterhin die Frohe Botschaft Jesu Christi in allen DΓΆrfern verkΓΌnden kΓΆnnenΒ», betonte Reverend Kitika.
Seit Jahresbeginn hat die ADF ununterbrochen christliche Gemeinschaften angegriffen, Menschen getâtet, entführt und Verwüstung angerichtet. Anfang 2026 wurden 45 Christen getâtet, zwei Kirchen in Brand gesteckt und 78 HÀuser niedergebrannt. Mehrere Menschen werden nach einem Angriff im Gebiet Bapère im Territorium Lubero in der Provinz Nord-Kivu vermisst. Gegen Ende Januar wurden etwa 22 christliche Bauern in Walese Vonkutu im Territorium Irumu in der Provinz Ituri brutal ermordet.
Bildlegende: Ein von KΓ€mpfern der ADF zerstΓΆrtes Dorf (Symbolbild aus dem Jahr 2025).