2 minuten
Valentina ist eine 15-jΓ€hrige kolumbianische Christin. Seit vier Jahren lebt sie aus SicherheitsgrΓΌnden von ihrer Familie getrennt. Denn in ihrem Departement, dem Cauca, lebt ein Grossteil der indigenen Gemeinschaft der PΓ‘ez. Diese Gemeinschaften zeichnen sich durch ihre schamanischen Rituale und Praktiken sowie durch ihre Feindseligkeit gegenΓΌber Menschen aus, die sich zu einem anderen Glauben als dem ihren bekennen.
Mit einem Vater, der sich sehr fΓΌr seine Kirche engagiert, wurde Valentinas Familie bedroht. Sie und ihre Geschwister wurden zu Hause unterrichtet, da die Kinder in der Dorfschule Rituale praktizierten, die dem christlichen Glauben widersprechen. Dies schΓΌtzte sie auch vor EntfΓΌhrungen und der Rekrutierung durch die Guerilla, die Jugendliche mit Geld anlockt.
Francisco und Luz, die Eltern von Valentina, beschlossen, um Hilfe zu bitten und ihre Tochter in das von Open Doors geleitete Zufluchtszentrum fΓΌr Kinder zu schicken. Das Zentrum liegt mehr als 15 Reisestunden von ihrem Zuhause entfernt. Valentina erhΓ€lt dort eine auf christlichen GrundsΓ€tzen basierende Schulbildung sowie geistige und emotionale UnterstΓΌtzung, ohne dass ihre Sicherheit gefΓ€hrdet ist.
NatΓΌrlich vermisst sie ihre Familie sehr, vor allem ihre Schwester Miriam, der sie sehr nahe steht. Denn seit sie im Zufluchtszentrum ist, kann sie nur einmal im Jahr zu ihrer Familie zurΓΌckkehren, und zwar zu Weihnachten. Β«FΓΌr mich ist das schΓΆnste Weihnachtsfest, wenn ich bei meiner Familie bin.Β»