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Menschen auf einem Feld in Nordkorea

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NachrichtenNordkorea

Nordkorea: Kirchenleiter nach elf Jahren Haft freigelassen

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Ein chinesischer Gemeindeleiter, der 2014 verschwunden war, nachdem er nordkoreanischen FlΓΌchtlingen geholfen hatte, wurde kΓΌrzlich aus dem GefΓ€ngnis entlassen.

Gute Nachrichten! Jang (Deckname) , ein chinesischer Gemeindeleiter, der 2014 verschwunden war, nachdem er nordkoreanischen FlΓΌchtlingen geholfen hatte, wurde kΓΌrzlich aus einem nordkoreanischen GefΓ€ngnis entlassen.

Vor seiner Verhaftung war er dafΓΌr bekannt, Nordkoreanern, die auf der Suche nach Nahrung, Medikamenten und einer vorΓΌbergehenden Unterkunft die Grenze nach China ΓΌberquerten, humanitΓ€re Hilfe zu bieten. Er teilte auch seinen christlichen Glauben mit denen, die kamen, um Hilfe zu erhalten und mehr ΓΌber den Glauben zu erfahren.

Zu 15 Jahren Haft verurteilt

Jang wurde zuletzt im November 2014 gesehen. Nachdem er Anrufe von Nordkoreanern erhalten hatte, die um Hilfe baten, machte er sich auf den Weg zum Grenzfluss, um sie zu treffen. Er kehrte jedoch nie zurΓΌck. Jang wurde auf chinesischem Gebiet entfΓΌhrt und nach Nordkorea gebracht.

Anschliessend wurde er zu 15 Jahren Haft verurteilt, unter anderem wegen Β«Verleumdung des RegimesΒ» und Β«versuchter Anstiftung zur SubversionΒ» – VorwΓΌrfe, die mit seiner christlichen Arbeit unter Nordkoreanern in Zusammenhang standen.

Es wurde keine offizielle ErklΓ€rung fΓΌr die Freilassung von Jang abgegeben. Seine Freilassung ist bemerkenswert, da Personen, die aus religiΓΆsen GrΓΌnden inhaftiert sind – insbesondere Christen mit Verbindungen ins Ausland – selten vor Ablauf ihrer Strafe freigelassen oder in ihr Herkunftsland zurΓΌckgeschickt werden. Lokalen Quellen zufolge erholt sich Jang derzeit bei seiner Familie in China, ist jedoch geistig und kΓΆrperlich erschΓΆpft.

« Nordkoreanern zu helfen ist extrem riskant

Β»

Simon Lee (Deckname), Koordinator von Open Doors fΓΌr die Arbeit unter Nordkoreanern, drΓΌckte seine Dankbarkeit darΓΌber aus, dass Jang lebend zu seiner Familie zurΓΌckkehren konnte.

«Was mit Jang passiert ist, beweist, dass es extrem riskant ist, Nordkoreanern zu helfen», erklÀrt Simon Lee. «Man kann dabei sein Leben verlieren, vor allem, wenn man seinen christlichen Glauben teilt. Nordkorea hat zahlreiche Spione nach China geschickt. Ihre Aufgabe ist es, Personen zu identifizieren, die ÜberlÀufern helfen, und diese Netzwerke zu infiltrieren.»

Diese Gefahren zeigen sich auch im Leben von Cho (Pseudonym), dessen Arbeit mit Nordkoreanern der von Jang Γ€hnelte. Er versorgte diejenigen, die aus dem Land flohen, mit Lebensmitteln, Wasser und anderen lebensnotwendigen GΓΌtern. Simon Lee erinnert daran:

Β«Nicht jeder ΓΌberlebt seine Gefangenschaft in Nordkorea.Β»

Die Haft ΓΌberleben

Open Doors schΓ€tzt, dass derzeit zwischen 50'000 und 70'000 nordkoreanische Christen in Arbeitslagern, Haftanstalten oder geschlossenen DΓΆrfern in Nordkorea inhaftiert sind. Die Lebensbedingungen dort sind extrem hart und fΓΌhren oft zum Tod. Die meisten dieser Christen wurden lediglich wegen des Besitzes einer Bibel, der Teilnahme an einem Gebetstreffen oder wegen Kontakten zu Christen ausserhalb des Landes verhaftet.Derzeit befinden sich drei sΓΌdkoreanische Missionare – Kim Jung-wook, Kim Kook-kie und Choi Chun-gil (Decknamen) – weiterhin in Nordkorea in Haft, nachdem jeder von ihnen bei verschiedenen VorfΓ€llen im Zusammenhang mit ihrer christlichen MissionstΓ€tigkeit nahe der Grenze festgenommen worden war.

Zusammen mit ihnen sollen auch drei Nordkoreaner inhaftiert worden sein, die die sΓΌdkoreanische StaatsbΓΌrgerschaft erhalten hatten, nachdem sie entfΓΌhrt oder zwangsweise deportiert worden waren..

Alle sechs sind seit Jahren inhaftiert, ohne dass ihnen ein ordentliches Gerichtsverfahren gewΓ€hrt wurde, und Nordkorea hat keine ΓΆffentlichen Informationen ΓΌber ihren Gesundheitszustand oder ihren Aufenthaltort bekannt gegeben.