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Nigeria: 177 Christen entfΓΌhrt in Kaduna

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Nigeria: 177 Christen entfΓΌhrt in Kaduna

Am Sonntag, dem 18. Januar, griffen bewaffnete MΓ€nner drei Kirchen im Nordwesten Nigerias an und entfΓΌhrten 177 Christen.

Die TragΓΆdie der MassenentfΓΌhrungen geht weiter. Am vergangenen Sonntag wurden 177 Christen im SΓΌden des Bundesstaates Kaduna in Nigeria entfΓΌhrt.

Die EntfΓΌhrung fand am Morgen statt, als bewaffnete MΓ€nner auf MotorrΓ€dern und zu Fuss drei Kirchen der Evangelical Church Winning All (ECWA) im Ort Kurmin Wali angriffen. Nahestehende Quellen berichten, dass das Motiv fΓΌr die EntfΓΌhrung LΓΆsegeldforderungen seien.

Einheimische berichten, dass Γ€ltere Frauen und kleine Kinder freigelassen worden seien und dass einigen anderen Personen die Flucht gelungen sei. Sie werden dennoch zu den insgesamt 177 EntfΓΌhrten gezΓ€hlt.

Obwohl die lokalen BehΓΆrden die EntfΓΌhrung abstreiten, hat die Gemeinschaft die Namen der EntfΓΌhrten dokumentiert und an die Presse weitergeleitet. Journalisten versuchten, Zeugen der EntfΓΌhrung zu befragen, wurden jedoch von Soldaten daran gehindert.

Verwundbarkeit christlicher Gemeinschaften nimmt zu

Die Sprecherin von Open Doors fΓΌr Subsahara-Afrika, Jo Newhouse, reagierte auf diese Nachricht: Β«Die christlichen Gemeinschaften im SΓΌden des Bundesstaates Kaduna sind aufgrund der VernachlΓ€ssigung durch den Staat bereits besonders gefΓ€hrdet. Ihre Lage wird nun durch wiederholte Angriffe noch verschlimmert. Auch wenn nicht immer klar ist, wer die TΓ€ter sind oder was genau ihre Motive sind, fΓΌhrt dies doch zu Verarmung, Angst und Vertreibung der Christen. Die Unsicherheit, mit der die Menschen im Norden Nigerias konfrontiert sind, muss dringend und transparent angegangen werden.Β»

Bereits im November 2025 hatte es eine weitere MassenentfΓΌhrung gegeben: 315 Kinder und Erwachsene waren aus einer christlichen Schule im Bundesstaat Niger entfΓΌhrt worden. Sie wurden alle einen Monat spΓ€ter freigelassen.

Β«Das Ergebnis ist Verarmung, Angst und Vertreibung der Christen.Β»

Die Unsicherheit in Nigeria hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Christen sind dort extremer Gewalt ausgesetzt, sodass das Land fΓΌr sie nach wie vor der tΓΆdlichste Ort der Welt ist. Es liegt auf Platz 7 des Weltverfolgungsindex.

Β«Die Unsicherheit, mit der die Menschen im Norden Nigerias konfrontiert sind, muss dringend und transparent angegangen werden.Β»