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Die mexikanische Flagge weht am Leuchtturm β€žVenustiano Carranzaβ€œ im Hafen von Veracruz, Mexiko

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NachrichtenMexiko

Mexiko: 32 Christen in drei DΓΆrfern schikaniert

Christen im SΓΌden Mexikos werden wegen ihres Glaubens stark unter Druck gesetzt. Open Doors begleitet sie in dieser schwierigen Situation.

32 Christen, die in drei DΓΆrfern im Bundesstaat Oaxaca (SΓΌdmexiko) leben, werden schikaniert und bedroht. Den ΓΆrtlichen BehΓΆrden zufolge β€œstΓΆren die Christen die Harmonie”, indem sie einen Glauben praktizieren, der sich von der traditionellen Religion unterscheidet.

Seit Oktober 2023

Der Konflikt begann im Oktober 2023, als ein Prediger, der nicht der ΓΆrtlichen Kirche angehΓΆrte, eine Evangelisationskampagne veranstaltete. Mithilfe von Lautsprechern prangerte er die β€œschlechten Praktiken” der katholischen Kirche an. Dies veranlasste die kirchlichen und stΓ€dtischen BehΓΆrden dazu, Druck auf die evangelischen Christen auszuΓΌben, damit sie ihren Glauben aufgeben. Ein Forscher von Open Doors fasst die Situation zusammen:

Β«FrΓΌher konnten die Christen ihren Glauben ohne grosse Sorgen leben. Aber jetzt ist alles anders: Wegen dieses Vorfalls werden sie schikaniert.Β»

Die Situation verschlechtert sich

Im November beschlossen die BehΓΆrden, die Betroffenen ihrer Rechte zu berauben. Sie verboten ihnen, auf ihrem Land zu arbeiten, und schrΓ€nkten den Zugang ihrer Kinder zur Schule ein. Zudem kΓΌndigten sie an, dass jeder, der evangelische Christen mit Lebensmitteln oder anderen lebensnotwendigen GΓΌtern versorgt, mit einer Geldstrafe belegt werden wΓΌrde. Angesichts dieser Situation begannen Pastoren und Gemeindeleiter, rechtliche Gegenmassnahmen zu ergreifen, was die Wut der Gemeinde weiter anheizte.

Am 20. November wurden drei evangelische Christen aus zwei verschiedenen Kirchen eine Nacht lang im GefΓ€ngnis einer der betroffenen Gemeinden eingesperrt. Am nΓ€chsten Morgen wurden sie gegen die Unterzeichnung einer AbschwΓΆrungsurkunde freigelassen. HΓ€tten sie nicht unterschrieben, hΓ€tten sie acht Tage Zeit gehabt, um ihr Dorf zu verlassen.

In einem anderen Dorf wurden den verfolgten Christen am 15. Dezember Wasser und Strom abgestellt. Am nΓ€chsten Tag verliessen 16 von ihnen freiwillig die Dorfgemeinschaft und flΓΌchteten in ein anderes Dorf. Das Team von Open Doors reiste daraufhin dorthin, um sie im Gebet und durch eine Schulung zum Umgang mit Verfolgung zu unterstΓΌtzen. Pastor NuΓ±ez, einer unserer Partner vor Ort, besuchte die GlΓ€ubigen, um sie zu ermutigen. Er berichtet:

Β«Sie sind nicht entmutigt, sondern zuversichtlich, dass Gott seine Hand ausstrecken und ihnen in seiner Barmherzugkeit zur Hilfe kommen kann.Β»

Die evangelischen Christen in der Region stehen immer noch unter dem Druck der BehΓΆrden. Deshalb beobachtet Open Doors Mexiko die Situation weiterhin aufmerksam.