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Alexis PadrΓ³n wurde am 11. Juni im Anschluss an eine Demonstration fΓΌr den Zugang zu Wasser und Strom festgenommen. Seitdem befindet sich der 58-jΓ€hrige Gemeindeleiter in Haft.
Der kubanische Gemeindeleiter Alexis PadrΓ³n Lorenzo befindet sich seit seiner Festnahme am 11. Juni in Haft.
Am Vortag hatte es auf der Strasse eine Demonstration gegen die Unterbrechung der Strom- und Trinkwasserversorgung gegeben. Noch am selben Abend erschienen Zivilpolizisten bei Alexis zu Hause, um ihn einzuschΓΌchtern. Am nΓ€chsten Tag wurde er gewaltsam zur Polizeiwache gebracht. Β«Er kam nie wieder zurΓΌckΒ», berichtet seine Ehefrau, RoselΓn BenΓtez Cruz, gegenΓΌber der kubanischen Menschenrechtsbeobachtungsstelle.
Zu einem Video, das vor seiner Festnahme aufgenommen und verΓΆffentlicht wurde, erklΓ€rte Alexis: Β«Ich blieb stehen, um zu hΓΆren, was das Regime zu den Demonstranten sagte. Ich war empΓΆrt ΓΌber das, was ich hΓΆrte. Ich rief: βΉEs reicht! Ihr seid der Aufgabe, das Land zu regieren, nicht gewachsen. Schluss mit der Diktatur!βΊΒ»
Gegen Alexis wurde Anklage wegen StΓΆrung der ΓΆffentlichen Ordnung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beleidigung des PrΓ€sidenten erhoben. Er verbrachte 17 Tage im GefΓ€ngnis El Vivac, bevor er in das GefΓ€ngnis Valle Grande verlegt wurde.
Seit seiner Festnahme durfte seine Ehefrau ihn nur ein einziges Mal besuchen. Dabei stellte sie unmenschliche Haftbedingungen fest, die die gesundheitlichen Probleme ihres Mannes, der bereits an rheumatoider Arthritis leidet, noch verschlimmern kΓΆnnten.
Vor seiner Festnahme arbeitete Alexis im Baugewerbe, um fΓΌr den Lebensunterhalt seiner Familie zu sorgen. Heute muss seine Frau sich allein um die Kinder kΓΌmmern, insbesondere um ihre kleine Tochter und ihren Sohn, der an Herzproblemen leidet.
Die Verhaftung von Alexis erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verfolgung von religiΓΆsen Verantwortlichen. Nach Angaben der Beobachtungsstelle fΓΌr Religionsfreiheit wurden allein im Juni 2026 87 VerstΓΆsse gegen die Religionsfreiheit verzeichnet. Dazu zΓ€hlen verbale Gewalt, Einreiseverbote und eine Zunahme willkΓΌrlicher Festnahmen von religiΓΆsen Leitern. Zahlreiche Vorladungen zur Polizeiwache werden als Β«EinwanderungsgesprΓ€cheΒ» registriert, um nicht in die offiziellen Statistiken zu fliessen.
Sofia DΓaz, Leiterin der Menschenrechtsarbeit von Open Doors in der Region, erklΓ€rte: Β«Die Inhaftierung von Alexis PadrΓ³n erinnert uns an die Gefahren, denen religiΓΆse Leiter ausgesetzt sind, die sich weigern, angesichts von Ungerechtigkeit zu schweigen. Wir appellieren an die kubanischen BehΓΆrden, seine Rechte zu achten, dafΓΌr zu sorgen, dass das Verfahren ordnungsgemΓ€ss ablΓ€uft, und ihm Zugang zu Rechtsbeistand zu gewΓ€hren.Β»