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Seit zwei Jahren tobt ein Machtkampf zwischen den wichtigsten GenerΓ€len des Sudan, der das Land in eine tiefe humanitΓ€re Krise gestΓΌrzt hat. Der offene Konflikt zwischen den beiden MΓ€nnern β General al-Burhan und General Hemedti β ist zu einem verheerenden BΓΌrgerkrieg eskaliert.
Beide Konfliktparteien greifen religiΓΆse StΓ€tten an. Kirchen, christliche UnterkΓΌnfte und Bibelschulen wurden bombardiert, beschlagnahmt und als MilitΓ€rstΓΌtzpunkte genutzt.
Die paramilitΓ€rischen KrΓ€fte der RSF haben Zivilisten, insbesondere christliche Frauen, sexueller Gewalt und Zwangsheirat ausgesetzt. Es ist ein rechtsstaatliches Vakuum entstanden, in dem sich die Milizen ermutigt fΓΌhlen, Christen zu verfolgen.
Alles beginnt 2019 mit dem Sturz des berΓΌhmten sudanesischen Diktators PrΓ€sident Al-Bashir. Die Christen im Sudan haben wie die gesamte BevΓΆlkerung grosse Hoffnungen fΓΌr die Zukunft.
Auf den Strassen singen Menschenmengen von Religionsfreiheit und Gleichheit. Ein Γbergangsrat wird gebildet. Zivilisten sitzen neben Armeechefs, die Religionspolizei wird aufgelΓΆst. Die Abschaffung der Todesstrafe fΓΌr die Abkehr vom Islam wird mit Jubel begrΓΌsst.
Hinter den Kulissen verschlechtern sich jedoch die Beziehungen zwischen General al-Burhan, dem Chef der sudanesischen StreitkrΓ€fte (SAF), und seinen zivilen Kollegen. Im Oktober 2021 werden Mitglieder des Zivilrats festgenommen.
General al-Burhan und sein Stellvertreter, General Hemedti β Chef der paramilitΓ€rischen Β«Schnellen EingreiftruppeΒ» (RSF) β sind sich uneinig darΓΌber, wie der Sudan zu einem zivilen Regime zurΓΌckkehren kΓΆnnte. Als Hemedti beginnt, bewaffnete Einheiten im Landesinneren zu verlegen, sieht sein ehemaliger VerbΓΌndeter darin eine Bedrohung.
Es kommt zu Feindseligkeiten, und die Zukunft, die fΓΌr den Sudan in Aussicht stand, schwindet vor den Augen der BevΓΆlkerung.
Mit dem Ausbruch der KΓ€mpfe begann auch die Bombardierung der Kirchen.
Zwei Jahre spΓ€ter deuteten die ZerstΓΆrung der Bibelschule von Gereif West, der evangelisch-presbyterianischen Kirche im Sudan, der anglikanischen Kathedrale in Khartum, der evangelischen Kirche in Omdurman und zahlreiche weitere Angriffe darauf hin, dass es sich nicht um EinzelfΓ€lle handelte, sondern um das bekannte Verfolgungsmuster der Γra Al-Bashir.
Die ZerstΓΆrung von Kirchen schwΓ€cht die PrΓ€senz der Christen im Gebiet der sudanesischen StreitkrΓ€fte. GrundstΓΌcke sind wertvoll, und zerstΓΆrte GebΓ€ude kΓΆnnen beschlagnahmt und verkauft werden. DarΓΌber hinaus schafft die ZerstΓΆrung von Kirchen eine AtmosphΓ€re der Angst, in der es extrem schwierig wird, seinen Glauben auszuΓΌben.
Seit Kriegsbeginn wurden mehr als 150 Kirchen zerstΓΆrt oder schwer beschΓ€digt.
Den SicherheitskrΓ€ften werden zahlreiche GrΓ€ueltaten gegen Zivilisten vorgeworfen, darunter Vergewaltigungen und Hinrichtungen von Jugendlichen. In den von den RSF kontrollierten Gebieten wurde den verΓ€ngstigten Zivilisten durch Β«HeiratsvermittlerΒ» die grausame Praxis der Zwangsheirat aufgezwungen.
Β«Zwangsheirat ist eine Praxis, die christliche Familien zerstΓΆrtΒ», sagt Fikiru Mehari*, Experte fΓΌr Ostafrika bei Open Doors, Β«vor allem in Gegenden wie dem Bundesstaat Gezira, wo junge Frauen zur sexuellen Sklaverei gezwungen werden.Β»
Es wird vermutet, dass die RSF dies als Mittel betrachten, um ihre Kontrolle auszuweiten und ihre AutoritΓ€t in ihren Gebieten zu stΓ€rken.
Das Leben ist derzeit fΓΌr Christen im Sudan Γ€usserst schwierig.
Bitte beten Sie fΓΌr den Schutz der Schwachen und fΓΌr die Kraft und Weisheit Gottes fΓΌr die christlichen Leiter. Beten wir fΓΌr Frauen und MΓ€dchen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, und bitten wir um kΓΆrperliche, emotionale und geistliche Heilung fΓΌr alle, die Gewalt erfahren haben.
Beten Sie fΓΌr eine Zukunft, in der alle BΓΌrger des Sudan Religionsfreiheit geniessen kΓΆnnen.
*Name aus SicherheitsgrΓΌnden geΓ€ndert