Tschad

Verfolgungsursache

Wie sieht die Verfolgung im Tschad aus?
Die Verfassung dieser mehrheitlich muslimischen Republik garantiert Religionsfreiheit. Die Lage der Christen wird jedoch durch Autoritarismus, den wachsenden Einfluss des Wahhabismus, den Dschihadistenaufstand im Tschadbecken und Spannungen zwischen den verschiedenen BevΓΆlkerungsgruppen erschwert. Die InstabilitΓ€t der NachbarlΓ€nder verschΓ€rft die Sicherheitslage zusΓ€tzlich.
Was erleben Christen?
- Christen werden oft mit auslΓ€ndischen EinflΓΌssen oder politischer Dissidenz in Verbindung gebracht und sind daher strenger Γberwachung, Schikanen und willkΓΌrlicher UnterdrΓΌckung ausgesetzt.
- Im Tschadbecken greifen die dschihadistischen Gruppen Boko Haram und ISWAP christliche DΓΆrfer an, stecken Kirchen in Brand und entfΓΌhren GlΓ€ubige. Diese Aktionen schΓΌren Unsicherheit und interreligiΓΆses Misstrauen.
- Die BehΓΆrden erkennen Konversionen nicht an und nutzen die Registrierungspflicht, um Kirchen zu kontrollieren.
- Christen mit muslimischem Hintergrund praktizieren ihren Glauben heimlich, um Druck und Gewalt zu entgehen.
Welches sind die jΓΌngsten Beispiele von Verfolgung?
- 21. Juni 2025 β Acht junge Christen aus verschiedenen Kirchen werden wΓ€hrend einer Evangelisationskampagne in N'Djamena festgenommen, zur zentralen Polizeistation gebracht und dann zu einem Ort gebracht, der ihren Familien nicht mitgeteilt wird. Am 8. August werden sie schliesslich freigelassen.
Treffen Sie BinnenflΓΌchtlinge aus dem Tschad
FΓΌr mich als Christ ist die Erde ein Exil. Aber alles ist gut. Wir mΓΌssen von Gefahr zu Gefahr schreiten.
Wer ist von der Verfolgung am stΓ€rksten betroffen?
In den Grenzregionen des Tschad rund um den Tschadsee sind islamistische Extremisten, darunter auch Boko Haram, weiterhin aktiv, wobei auslΓ€ndische KΓ€mpfer ihren Einflussbereich ausweiten. Im Zentrum des Tschad stossen Kirchen auf Widerstand von AnhΓ€ngern traditioneller afrikanischer Religionen, die sich der christlichen Missionsarbeit widersetzen. Die religiΓΆse IdentitΓ€t folgt weitgehend der politischen Geografie: Der Norden ist nach wie vor ΓΌberwiegend muslimisch, wΓ€hrend der SΓΌden ΓΌberwiegend christlich ist. Konvertiten mit muslimischem Hintergrund im Osten und Norden des Tschad mΓΌssen ihren Glauben heimlich ausΓΌben, um Verfolgung und Ablehnung durch ihre Familien zu vermeiden. Konvertiten aus traditionellen Religionen im SΓΌden stehen unter erheblichem Druck, an nichtchristlichen Ritualen teilzunehmen.
Wie hilft Open Doors den Christen im Tschad?
Open Doors arbeitet mit lokalen Kirchen im Tschad zusammen, um Schulungen zur Vorbereitung auf Verfolgung, Projekte zur wirtschaftlichen StΓ€rkung und andere UnterstΓΌtzung anzubieten, damit Christen Verfolgung besser verstehen und standhaft bleiben kΓΆnnen.
- GlΓ€ubige, die Jesus in Regionen folgen, in denen islamische Extremisten aktiv sind, kΓΆnnen Opfer von Gewalt werden. Beten Sie, dass Gott die Herzen dieser Extremisten verΓ€ndert und dass sein Volk beschΓΌtzt wird.
- In einigen Teilen des Tschad kΓΆnnen Christen, die vom Islam konvertieren, starkem Druck durch ihre Familien und ihr Umfeld ausgesetzt sein. Bitten Sie Gott, diesen GlΓ€ubigen Hoffnung und Frieden zu schenken.
- Der Tschad ist unter anderem deshalb von InstabilitΓ€t geprΓ€gt, weil seine NachbarlΓ€nder mit Gewalt und Vertreibungskrisen zu kΓ€mpfen haben. Beten Sie, dass Gottes Hand ΓΌber diesem Teil Subsahara-Afrikas liegt und dass sein Frieden, der alles Verstehen ΓΌbersteigt, der Kirche im Tschad hilft, stark zu bleiben und der ganzen Nation die Hoffnung Christi zu zeigen.
